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Im Zuge der Reformen findet eine Privatisierung weitgehender Bereiche der Gesellschaft statt.

Da die Information der Bürger diesbezüglich (WELCHE INFORMATIONEN??? BEISPIELE!!!) vor allem von den Profiteuren dieser Privatisierungen ausgeht, ist eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema und eine Durchdringung der Gesellschaft mit nicht interessengeleiteten Informationen zu diesem Thema eine wichtige Aufgabe.


Die Vergangenheit hat deutlich gezeigt, daß die Privatisierung von Staatsunternehmen zwei Seiten hat.

Zum Einen wurden die ehemaligen Institution deutlich verschlankt (d.h. die Arbeitsprozesse wurden optimiert/verbessert/reengineered, wenn von operativen Tätigkeitenn wie z.B. "Reisepass beantragen" (hier fehlt ein verb, welches?); oder es wurden auf Geschäftsebene alle diese "Scheinpositionen" mit "Pseudo-Verantwortlichkeiten" weggekürzt, z.B. ausgediente hochrangige Beamte im Bundesweinamt), häufig wurden die Organistionsstrukturen erheblich vereinfacht (das ist das gleiche wie oben >>> "Optimierung von Arbeitsprozessen"). Aufgabengebiete neu geordnet. Arbeitsabläufe optimiert. Aus ehemals großen unbeweglichen Dinosauriern wurden agilere (Achtung: "agile" ist ein Buzzword aus der Managementberatung. Anm.2: Sie sind vor allem deßhalb so "agil" und "entscheidungsfreudig", weil sie sich, sofern dies auf ihre Wirtschaftsweise zutrifft, von materiellem Besitz, also Fabriken und Maschine etc., entledigt haben und diese durch den Zugriff auf die ursprünglichen Dienste, welche vorher von eben jenem materiellen Besitz getätigt wurden, in einem zunehmend globaleren Netzwerk ersetzten, wodurch sie wesentlich weniger Verantwortungen tragen, also, relativ gesehen, unabhängiger entscheiden können. Frage ist doch aber ob ein staatliches Unternehmen nicht ebenso "flexibel" abgehen könnte, oder?) und entscheidungsfreudigere Unternehmen.

Zum Anderen wurden die durch die Optimierung überflüssig gewordenen Mitarbeiter >>>> ... Was unter dem grossen Wort "Optimierung" steht, ist nicht nur die Neu-Anordnung von Arbeitsprozessen, auch "Sequencing", sondern auch die Erkennung von "wertschöpfenden" und "nicht-wertschöpfenden" Arbeitsprozessen unterschieden (Anmerk: Arbeitsprozesse beinhalten "Mensch(en)" als Systembestandteil, siehe REFA Definition, TQM, BPR, Sytemorientierte Organisationslehre, u.a.). Kurz wenn ein Mitarbeiter einen "nicht-wertschöpfenden Arbeitsprozess" durchführt, dann wird oft "überflüssig" gesagt. Es hört sich gemein an aber es kann evtl. eine Tatsache darstellen, da dieser Mitarbeiter, ohne hier einen Grund zu nennen, nicht vor alternative Arbeiten qualifiziert ist <<< und Verantwortlichkeiten in die Obhut der Allgemeinheit entlassen >>> das ist Sarkasmus, aber es ist angebracht, weil... (siehe wo ich aufhörte) ... wenn ein Mitarbeiter nicht für alternative Arbeiten qualifiziert wurde, dann behaupte ich liegt die Schuld beim Human Resource Management der ehemaligen Vorgesetzten. Für ehemals staatsgeführte Institutionen, ist dies durchaus möglich wenn a) eine "Bürokratische" Organsation (a la Max Weber), b) die Annahme einer sich nicht-ändernden Welt angenommen wurde, weil es somit auch keine Anreize für inkrementelle Veränderung dieser staatlichen Intitutionen gab. Das Dilemma mit der "Freisetzung von Personal" innerhalb eines kurzen Zeitraumes durchgeführt wird, kurz "Es muss schon richtig krachen, damit Verantwortliche zur Tat schreiten", z.B. das Gesundheitsetat, die Rentenkassen, Die Bundesanstalt für Arbeit, die Bahn, die Autobahnfinzierung, etc. (das Problem haben auch Privatunternehmen wie Volkswagen). Zwischenfazit: Es ist nötig Arbeitsprozesse in öffentlichen Institutionen ständig zu optimieren, da ansonsten Steuergelder verschwendet werden ("nicht-wertschöpfende" Arbeiten sind "Geldvernichtung", weil keine direkte oder indirekte Leistung erbracht wurde, aber Kosten verursacht. Das trifft oft zu wenn mal wieder ein "Ausschuss", "Task Force", usw. aufeinmal zu einer "Never-Ending-Story" wird). Es ist Verantwortungslosigkeit der Vorgesetzen keine Alternativen für betroffende Angestellte zu schaffen, was aber dadurch begrenzt ist, dass öffentliche Institutionen nicht Wachstumsstrategien wie Privatunternehmen durchführen können. (Ach ja wenn Politiker schnelle Erfolge haben wollen, und Druck ausüben eine Privatisierung zu beschleunigen, dann wird es dem Manager wohl kaum anderes übrig bleiben als "schnelle" Lösungen anzugehen, d.h. Angestellte "freisetzen", z.b. Herr Mehdorn, der Finanzminister, und die Bahn-Privatisierung. Meiner Meinung ist Druck nötig, aber nicht "auf Teufel komm raus" <<<

Privatisierte Unternehmen entziehen sich, anders als zuvor, der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und den Mitarbeitern. >>> Halb wahr: Ja diese Unternehmen kümmern sich weniger um diese Dinge als zuvor. Auch richtig ist, dass sie sich nicht weniger um diese Dinge kümmern als ihre Wettbewerber <<< Treibende Kraft und Symbol dieser Entwicklung sind Manager die den Shareholder-Value über alles stellen. >>> Ja, das erscheint so, weil es diese Manager schwerer haben als existierenen privatunternehmerische Wettbewerbern ihre oder die potentiellen Aktionären davon zu überzeugen, dass sie die Spielregeln der Kapitalmärkte akzeptieren (und auch anwenden) <<<

Daraus erwachsen dann Gesellschaften, die Mitarbeiter "parken", bevor sie ohne große Veranwortung in die Arbeitslosigkeit entlassen werden oder ehemalige Staatsdiener, die zum Teil mit Mitte 40 in die Rente geschickt werden. (das nennt man "inherited costs", als geerbte Lasten. Die Herrn "Staatsbeamten" sitzen ja auch am längeren Hebel, dank ihrer Beamtengewerkschaft. Bsp: Wenn das Beamtengesetz es erlauben würde, diese "teuren" Staatsbeamte in einer anderen Behörde zu versetzen, wäre das doch garkein Problem. Aber es gibt irgendwo Paragraphen die besagen, dass ein Staatsbeamter eine Versetzung widersprechen kann, wenn ein Wohungsumzug nötig wird, oder dieser nicht die Qualifikation mitbringt. Von Mitarbeitern (nicht Managern) wird heute verlangt "räumlich flexibel" zu sein, was von 100km Pendeln bis zu einen temporären Umzug nach Übersee sein kann (ohne dafür einen Extra-Euro zubekommen). Und zweitens "Lebenslanges Lernen", was natürlich heisst dass man sich auch bereitwillig (also proaktiv) weiterqualifizieren muss. Ganz ehrlich, die Arbeitswelt hat sich gewandelt, nur das Berufsbeamtentum lebt noch im 19Jhd. Die sind Beamte der Bundesrepublik Deutschland, was sich nicht auf "Klein-hintertüpfingen" in "Abteilung X, Raum Y" beschränkt. Aus Sicht von Privatunternehmen, ist dies auch der Grund sich schnellstmöglich von diesen Leuten zu "trennen" egal wenn man sogar dafür drauf bezahlt, die Arbeitsmoral ist schlicht die Falsche <<<

Beispiel: Deutsche Bundesbahn Bearbeiten

Am Beispiel der deutschen Bahn wird deutlich, wie Privatiserung letztlich läuft. Zum Einen wird möglichst viel mit Wert in das Unternehmen gepackt (Substanz). Dann werden Zahlungen durch den Staat für notwendige Substanzsicherungen vertraglich vereinbart (Bahnnetz). Anschließend wird über verschiedene Banken ein Anteil, wenn es wirklich lukrativ ist an Investoren verkauft. Wenn ein größeres Risiko besteht, wird alternativ das Unternehmen mit großem Werbeaufwand, auf Kosten des Steuerzahlers, an die Börse gebracht. Da muss dann allerdings der Verkaufspreis erheblich gesenkt werden, weil sich kein Käufer findet. Zumal Investoren ja auch eine Gewinnmöglichkeit gegeben werden muss. Ist das Unternehmen teilprivatisiert, dann zieht sich der Staat aus der Verantwortung zurück, wenn es um Managergehälter und Entlassugen geht. Es wird nur noch in der Presse geschrien, aber letztlich auf den freien Markt geschimpft. Speziell bei der Bahn wird der Staat letztlich viel Geld zahlen dürfen, für Strecken in Randgebieten, die u.U. nicht wirklich rentabel sind. Die Schmerzgrenzen der Shareholder liegen mit Sicherheit anders als bei dem Staatsunternehmen zuvor.

Beispiel: Rentensystem Bearbeiten

Am Beispiel der aktuellen Debatte um die Private Altersvorsorge und der damit einhergehenden Panik um die Überalterung der Gesellschaft kann man gut sehen, was für eine Medien- und Definitionsmacht hinter den Privatisierungsinteressen steht. Dabei werden Scheinargumente in Umlauf gebracht, die auf den ersten Blick plausibel klingen aber bei genauerem Betrachten Widersprüchlichkeiten offenbaren.

Scheinargument 1: Wenn die Demographische Entwicklung so weitergeht, vermag der arbeitende Teil der Bevölkerung nicht mehr für die vielen Rentner aufzukommen. Dieses Argument enthält zwei Schwachpunkte. Zum einen verleugnet es die gestiegene Produktivität des arbeitenden Teils der Bevölkerung. Schließlich hängt die Fähigkeit der Gesellschaft eine Alterssicherung zu gewährleisten nicht von der Zahl der arbeitenden Menschen ab, sondern von der Wertschöpfung, die diese erarbeiten. >>> Produktivität bzw. Leistung = Arbeitsvolumen / Zeiteinheit ; Um dieses "Wunder der Produktivität" oder sogar dessen Steigerung aufrechtzuerhalten, muss auch der Bildungsstand derjeniger die die Leistung erbringen steigen (Anmerk: Ein Arbeitprozess enthält auch Maschinen, z.B. PCs oder Werkzeugmaschinen. Wenn man also die Produktivität steigert dann versucht man mehr Arbeitprozesse von "Maschinen" ohne direkt zugeordneten Menschen durchzuführen. Natürlich braucht man noch Menschen, diese müssen aber "komplexe Arbeiten" durchführen, z.B. statt: viele schweißen viele Metallteile, nun: einer (re-)programmiert mehrere Schweißanlagen). Leider ist es so dass dies nicht gewährleistet ist. Im Bereich Technik, also Ingenieurwesen, verweise ich auf die letzte VDI Studie die den jährlich Mängel von ca. 4000 Ingenieursabsolventen beziffert und aufnunmehr 18,000 nicht besetzte Stellen kumuliert. Wenn man als Ingenieur ertigstudiert hat, ist man noch lange nicht in der Lage die heutige Produktivität der Betriebe aufrecht zu erhalten, vielmehr bedarf es einen Transfer von existierenden Wissen mit (was in der Köpfen der) erfahrende Ingenieuren. Die letzteren sind u.a. die berühmt berüchtigten (selbst- und) unterschätzten Golf-Generationsler um die 40, und die "dickbäuchigen Kinder" der Babyboomer-Generation. Alles diese werden bis ca. 2030 sich aus der Arbeitswelt verabschiedet haben, und es wird nur ein Bruchteil der dann berufstätigen Ingenieur (die das dann mit der Produktivität machen sollen) sie Chance gehabt haben diese Wissen sich anzueignen. Bisher war nur die Rede von Angewandter F&D und Produktion von physischen Produkten (was das Ergebnis von "Arbeit" hier ist). Aber es gibt ja auch Dienstleistungen...naja darüber kann ja jemand anderes was schreiben, aber man darf nicht vergessen dass das Alles miteinander was zu tun hat <<<

Zum anderen steht dieses Argument in keinem Zusammenhang mit dem Rentensystem, da die Renten ob privat oder gesetzlich immer zu dem Zeitpunkt erwirtschaftet werden müssen, zu dem sie ausgezahlt werden. Zudem wird mit dieser Aussage suggeriert, dass die Belastung der Einzahler durch die private Rente verringert wird. Dabei wird unterschlagen, dass auch Private Renten zunächst eingezahlt werden müssen. Damit erhöhen sie die Belastung der Einzahlenden.

Scheinargument 2: Da die Privatwirtschaft effektiver arbeitet als eine Behörde, bleibt den Rentnern bei einer Privaten Rente mehr von ihrem eingezahlten Beiträgen.

Unbeachtet der Verwaltungskosten, die in der Summe bei einer großen Zahl an Versicherungen vermutlich höher sind (Anmerk: Die Betonung liegt auf "vermutlich". Ein Ziel von Privatunternehmen ist es interne Synergieeffekte zu erzielen, z.B. "Verwaltungskosten pro Kunde" durch automatisierte Arbeitsprozesse zu verringern. Das muss man natürlich erstmal machen), als bei einer einzigen Rentenkasse müssen Private Versicherungen Gewinne abwerfen. Für diese muss der Einzahler aufkommen, ohne dass er dafür später höhere Auszahlungen erhält.


Vollendete Privatisierungen Bearbeiten

  • Deutsche Telekom
  • Deutsche Bundespost
  • Stromversorgungsnetz

Aktuelle Privatisierungen Bearbeiten

Geplante Privatisierungen Bearbeiten

  • Deutsche Bundesbahn

Mögliche Privatisierungen Bearbeiten

  • Sparkassen
  • Wasserversorgungsnetz
  • Autobahnnetzwerk

Warum JA!

1. Der Nachteil für den Bund ist, dass nur noch bedingt statistische Bruttoinlandsprodukt-Wachstumszahlen durch "plötzliche" Baustartfreigaben "frisiert" werden könnnen.

Warum Nein!

1. Der ADAC wird sturmlaufen. 2. Die Autoindustrie wird "hart" verlangen die Mineralölsteuer (nicht die Ökosteuer) fallen zu lassen, weil diese historisch gesehen damit begründet wurde die Auto-Verkehrsinfrastruktur zu finanzieren. Ergo eine Doppelbelastung für deren Kunden darstellt. Das ist Schwachsinn weil: a) weil die gefahrenden Kilometer eines Autos (und somit die Kostenverursachung) über die Jahrzehnte signifikant gesunken ist (ergo, die Mineralölsteuereinnahmen pro Kilometer), b) Mineralölsteuern nicht direkt den Ausgaben der für Autoverkehr-Infrastruktur im Hauhalt zugeordnet ist.


Wie zu machen?

Modell01: Frankreich ist das beste Beispiel. 70% gehört dem Staat und 30% sind an der Pariser Börse notiert. Ein Unterschied liegt im Netz selbst. Das französische ist ein auf Paris zentralisiertes Netzwerk. Das Deutsche Netzwerk hat viele Parallelstrecken die v.a. im Trans-europäischen Verkehr benutzt werden können. Daher müssten parallele Autobahnrouten separiert werden, also von unterschiedlichen Unternehmen operiert werden, die dann in Konkurrenz zu einander stehen. Dadurch könnten Spezialisierung (Angebots-Differenzierung) entstehen, z.B. eine Route speziell auf Fernlastverkehr mit Anbindung zu intermodalen Knotenpunkten (d.h. zu Wasser, Bahn, Flughafen) für den Gütertransport, was ehrhebliches Optimierungspotenzial für die Verkehrsflusssteuerung (z.B. Geschwindigkeiten) und die bauliche Vorkehrungen, Bauwerke könnte direkt für LKW konzipiert werden hinsichtlich Verschleiss und Wartung. Analog könnten reine PKW Autobahnen eingeführt werden... Das Schöne ist dass Konzessionen begrenzt werden können, und kapitalintensive Infrastukturprojekte unabhängig "von den Launen" des Bundeshaushalts durchgezogen werden können.

Teilprivatisierungen Bearbeiten

  • Rentensystem
  • Gesundheitssystem



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Wikipediaartikel:
„Privatisierung“

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